Mittwoch, 25. Februar 2015

[Rezension] Märchensommer


Jona Montiniere sitzt tief in der Klemme. Genauer gesagt sitzt sie in Handschellen vor dem Jugendrichter. Die smarte Siebzehnjährige, niemals um eine spitze Bemerkung verlegen, hat weder eine teure Uhr noch ein Diamantarmband geklaut - es war nur ein dämlicher Sweater.
Nach zwölf Jahren in einem Jugendheim soll sie nun "zur Strafe" zu ihrer todkranken Mutter zurückkehren. Schlimmer noch, für die nächsten sechs Wochen muss sie Strafarbeit in den Weinbergen einer ihr unbekannten Tante in Frankreich leisten. 
Ja genau. Jona beschließt, bei der erstbesten Gelegenheit das Weite zu suchen. Durch die unbefangene Herzlichkeit ihrer Gastfamilie spürt sie aber zum ersten Mal das Gefühl von Geborgenheit. 
Und da ist noch Julian, der Krankenpfleger ihrer Mutter. Verspielt, verständnisvoll so bezaubernd süß, dass sie bei seinem Anblick nur noch Schmetterlinge tanzen sieht. 
In seiner Gegenwart fühlt sie alles, wovon sie immer geträumt hat - doch das würde sie ihm gegenüber niemals zugeben.
Am Ende der ersten Woche in ihrem neuen Zuhause fragt sie sich zwei Dinge:
Erstens, wie hat es Julian geschafft, sie nach nur drei Tagen in den Armen zu halten? Und zweitens, wie um alles in der Welt hat er gerade ihre Mutter von den Toten aufgeweckt...?





Auf "Märchensommer" bin ich zunächst durch unsere liebe Katja aufmerksam geworden. Die Autorin war mir bis dahin unbekannt und auch von dem Buch hatte ich zuvor noch nicht gehört.
Das Cover gefällt mir ausgesprochen gut. Warum kann ich gar nicht genau in Worte fassen, aber irgendwie ist es in sich sehr stimmig. Es gibt auch noch ein zweites Cover auf dem ein Pärchen abgebildet ist, das gefällt mir aber deutlich weniger.
Der Schreibstil ist flüssig und sehr leicht, wodurch das Buch gut zu lesen ist. Die Autorin schafft es eine wundervolle Atmosphäre zu schaffen in der Gefühle, Vertrauen und Liebe zum Tragen kommen. Auch die Charaktere harmonieren wundervoll miteinander.
Da wäre zunächst Jona. Aus ihrer Sicht wird die Geschichte auch erzählt. Jona ist ein siebzehnjähriges Mädchen, welches seit ihrem fünften Lebensjahr im Heim lebt. Sie hat keine richtigen Freunde und durch ihre aufmüpfige, freche Art versucht sie ihre Schutzmauer aufrecht zu erhalten und niemanden an sich ran zu lassen. Durch ihre Lebensgeschichte aber auch ihr Wesen ist mir Jona sofort ans Herz gewachsen.
Auch Julian, der Krankenpfleger, war mir von Beginn an sehr sympatisch. Er schafft es immer wieder durch Jona's Schutzwall zu dringen und ihre liebe Seite zum Vorschein zu bringen. Ich hatte recht schnell bemerkt, dass Julian ein tiefes Geheimnis hütet und hatte auch recht früh eine Vermutung welches dies ist. Und ich lag richtig. Dennoch nahm dies kein bisschen der Spannung.
Das langsame sich näher kommen innerhalb der Familie aber auch zwischen Jona und Julian hat mir besonders gut gefallen. Hier kommen viele Gefühle nach und nach zum Vorschein und man vergisst alles um sich herum. Alles wirkte sehr authentisch und realistisch. Im letzten Teil des Buches hatte ich mehr als nur einmal Tränen in den Augen.
Auch die Beschreibung der Örtlichkeiten und des Weinberges in Frankreich sind der Autorin sehr gut gelungen.



Mit "Märchensommer" ist Anna Katmore eine himmlische Liebesgeschichte gelungen, die ich unbedingt jedem ans Herz legen möchte. Ein absolutes Must-Read!! Eine der besten Liebesgeschichten die ich je gelesen habe!







1 Kommentar:

  1. Wow, deine Rezension klingt ja sehr vielversprechend - da bekommt man Lust auf's Lesen! :-)
    Liebe Grüße,
    Marie <3

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