Montag, 2. März 2015

[Rezension] Du bist mein Tod


Ein Mann, der ihr die Welt zu Füßen legt: der Traum einer jeden Frau. Doch für Clarissa ist es ein Alptraum. Denn sie will seine Geschenke, seine Blumen, seine Nähe nicht. Nirgends ist sie mehr sicher. Er lauert ihr auf, Tag und Nacht. Aber keiner erkennt die Gefahr, selbst ihre beste Freundin nicht. Für alle anderen sieht es aus wie die große Liebe. Was sie auch macht, sie kann sich nicht wehren, er kommt ihr näher und näher. 



Das Cover hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Die recht schlichte grau-weiße Türe und dazu der Titel in blutroter Schrift. 
Der Erzählstil wechselt zwischen der ersten und dritten Person. So erhält man zum einen einen guten Blick auf das Geschehen von außen aus, aber auch in das Seelenleben von Clarissa. 
Das Buch beschreibt sehr beängstigend und eindrucksvoll, wie Stalking das Leben der Betroffenen in diesem Fall Clarissa beeinflusst. So bekommt sie immer wieder Geschenke und Briefe, wird verfolgt und sogar vor Kontakt mit ihren Freunden schreckt ihr Stalker nicht zurück. Mir hat es besonders gut gefallen wie detailliert ihr Rückzug von Freunden und Familie erzählt wird. 
Die Geschichte beschreibt aber nicht nur das Stalking selbst, denn es gibt noch einen zweiten Handlungsstrang. Clarissa verpflichtet sich als Geschworene am Gericht und versucht so noch mehr Abstand zu ihrem Stalker zu bekommen. Dieser Abschnitt ist zwar toll recherchiert und liefert zusätzliche interessante Details, jedoch ist er mir zu ausgeprägt. Ich hatte bisweilen das Gefühl, dass dieser Part auch ein wenig dazu genutzt wurde um dem Buch mehr Fülle zu geben, wo für die eigentliche Geschichte keine Ideen mehr vorhanden waren. 
Das Ende kam für mich etwas abrupt und war auch nicht das was ich erwartet oder mir gewünscht hätte. Es wirkte etwas holprig und nicht sehr stimmig. 



Mit "Du bist mein Tod" ist der Autorin Claire Kendal ein durchschnittlicher Debütroman gelungen, der einem mehr als einmal einen Gänsehautmoment beschert.







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