Mittwoch, 8. Februar 2017

[Rezension] Das Haus in der Nebelgasse


London 1900: Matilda Gray ist Lehrerin an einer Mädchenschule und führt das leben eienr unabhängigen Frau. Als ihre Lieblingsschülerin Laura nicht mehr zum Unterricht erscheint, ahnt Matilda, dass diese in Gefahr ist. Zu plötzlich ist ihr Verschwinden, zu fadenscheinig sind die Begründungen des Vormunds. Eine verschlüsselte Botschaft, die ihr Laura auf einer Postkarte schickt, bringt Matilda auf die Spur des Mädchens. Ihre Suche führt sie zu dem Historiker Stephen Fleming und mit ihm zu einem jahrhundertealten Geheimnis, tief hinein in die verborgensten Winkel der Stadt. 


Der Einstieg war richtig klasse und ich habe mich sofort in das Jahr 1900 zurück gesetzt gefühlt. London mit seinen vielen unterschiedlichen Ecken, die Kutschen, der Nebel, Susanna Goga beschreibt die Plätze recht anschaulich und man hat das Gefühl selbst in mitten dieser turbulenten Stadt zu sein. 
Matilda ist eine ehrgeizige junge Lehrerin mit modernen Ansichten, die bei ihren Kollegen nicht immer gut ankommen. Während sie sich sehr über das Fehlen von Laura wundert, scheinen die anderen Lehrerin sich keine großen Gedanken um diese zu machen. Als Matilda schließlich die verschlüsselte Botschaft von Laura erhält, entwickelt sich die Geschichte irgendwie seltsam weiter. Ich konnte die enormen Sorgen von Matilda nicht nachvollziehen, da sie sich ab einem gewissen Punkt regelrecht hinein steigert in die Sache. Sie trifft bei ihrer Suche auf viele unterschiedliche Personen, die sie zunächst überhaupt nicht weiter bringen. Später spielt ihr oftmals der Zufall in die Hände spielt. Insgesamt verläuft die Geschichte recht geradlinig und ohne große Überraschungen. Dabei entstehen leider einige Längen, durch die ich mich nur mühsam durchquälen konnte. 
Ein Lichtblick waren dabei die Passagen mit Mrs. Westlake. Bei ihr wohnt Matilda und Mrs. Westlake schreibt selbst Groschenromane und hat eine herrlich erfrischende und lebensfrohe Art, die einen immer wieder zum Schmunzeln bringt. 
Insgesamt haben sich aber die langatmigen Passagen immer mehr gezogen und am Ende musste ich das Buch leider doch abbrechen ab ca. der Hälfte. Ich konnte mich einfach nicht mehr dazu aufraffen weiter zu lesen, da jegliche Spannung fehlt und mich die Geschichte an die Groschenromane von Frau Westlake selbst, erinnert haben. 


Liebevoll gestaltete Charaktere und eine gelungene Atmosphäre konnten leider die vielen endlos zähen Abschnitte nicht wieder gut machen und leider muss ich sagen, dass ich mir von "Das Haus in der Nebelgasse" deutlich mehr erhofft hatte. Ich habe mich zeitweise an einen Groschenroman erinnert gefühlt und kann das Buch nicht wirklich weiter empfehlen. 



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen