Samstag, 25. Februar 2017

[Rezension] Rettungslos


Eine junge Frau, ein kleines Kind und ein wahnsinniger Mörder in einem abgelegenen Haus hinter dem Deich. Fliehen kann Lisa nicht, was also soll sie tun, um das Leben ihres Kindes zu retten? 


Lisa pflegt zu Hause ihre sechsjährige Tochter Anouk, als plötzlich ein Eindringling im Haus steht und sie und ihr Kind in seine Gewalt nimmt. Schnell muss sie einsehen, dass eine Flucht nicht möglich ist und sie alles daran setzen muss, den Mann nicht weiter zu verärgern, um das Leben ihrer Tochter zu schützen. Bei dem Mann handelt es sich um einen gefährlichen Psychopathen, der unberechenbar und zu allem fähig ist.
Der Schreibstil hat genau meinen Geschmack getroffen und ich habe das Buch an nur einem Tag gelesen. Die Autorin hält sich nicht groß mit Nebensächlichkeiten auf, sondern konzentriert sich auf das Wesentliche. Durch die kurzen Kapitel flog man nur so durch die Seiten und es war wirklich angenehm zu lesen. 
Insgesamt gibt es zwei Handlungsstränge die sich abwechseln. Zum einen erlebt man Lisa gemeinsam mit ihrer Tochter und dann ist da noch Senta, eine mutige Frau, die eine wichtige Rolle im weiteren Verlauf spielen wird. Mehr möchte ich hier aber nicht dazu sagen, um keine Spannung weg zu nehmen.
Es gibt aber leider auch ein paar Kritikpunkte. Während es mir sehr gut gefallen hat, unmittelbar in die Geschichte hinein geworfen zu werden, so abrupt endet die Story leider auch. Das hat mich etwas gestört und es wäre schön gewesen, wenn die Autorin sich etwas mehr Zeit genommen hätte. Nach der letzten Seite hatte ich noch einige offene Fragen und dachte mir nur "Wie das war es jetzt?". 
Auch bei der Spannung habe ich etwas Kritik zu äußern. Das Buch lässt sich zwar zügig lesen, aber richtig fesseln konnte es mich nicht, da die Geschichte keine großen Wendungen parat hält und man eigentlich recht schnell weiß worauf die Story hinaus laufen wird. Dennoch habe ich mich ganz gut unterhalten gefühlt.


Wer Lust auf einen nervenaufreibenden Thriller für zwischendurch hat, dürfte mit "Rettungslos" auf jeden Fall gut beraten sein. Für mehr Tiefe und fesselnde Spannung mit unerwarteten Wendungen sollte man allerdings besser zu einer anderen Lektüre greifen. Insgesamt habe ich mich gut unterhalten gefühlt, aber mehr als durchschnittlich war der Thriller leider nicht für mich, da es zu viele kleine Schwächen gibt.




1 Kommentar:

  1. Huhu!

    Das klingt definitiv eher nach einem "kann man lesen" als nach einem "muss mal lesen"! Schade, es klingt so, als wäre das Potential dagewesen.

    LG,
    Mikka

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