Dienstag, 21. März 2017

[Rezension] Zwölf Wasser - In die Abgründe


Die Undae, hohe Frauen, die das Wasser lesen können, haben die Menschen gewarnt: Schwindet das Wasser, schwindet die Menschlichkeit. Drei von ihnen sind auf dem Weg zu den zwölf Quellen, um das Schlimmste abzuwenden. Aber kann das noch gelingen? Ein vernichtender Krieg bahnt sich an, tiefe Erdspalten tun sich auf, Beben erschüttern die Städte des Kontinents. Und weit im Süden, in der segurischen Hauptstadt Agen, bereitet die dämonische Asing ihre Rückkehr vor. 

Bei "In die Abgründe" handelt es sich um den zweiten Band der Trilogie. Der erste hat mir sehr gut getan und ich war begeistert von der Welt, die E. L. Greiff erschaffen hat. 
Obwohl ich mich sehr auf die Fortsetzung gefreut hatte, fiel mir das Lesen stellenweise sehr schwer. Der Autor verliert sich immer wieder in ausschweifenden Beschreibungen über die Gedanken und Gefühle seiner Figuren. Das macht das Lesen ermüdend und mehr als einmal war ich versucht das ein oder andere Kapitel zu überspringen. Im Bezug auf die Welt und Fabelwesen liebe ich ausführliche Erklärungen, aber wenn man eine Szene über mehrere Seiten liest und einfach nichts passiert, dann bin ich etwas genervt. Hier hätte E. L. Greiff sich ruhig etwas kürzer und kompakter ausdrücken können.
Die Handlung ist in drei Hauptstränge unterteilt, wodurch das Buch nicht so umfangreich wirkt wie es eigentlich ist. Allerdings muss man sich schon konzentrieren um allen Verstrickungen folgen zu können und nicht den Überblick zu verlieren. Nach dem ersten Drittel werden einige neue Figuren und Schauplätze eingeführt und ich hatte Mühe alles richtig zuzuordnen und nicht durcheinander zu kommen. Daher fand ich das Glossar am Ende sehr hilfreich, bei dem ich immer mal wieder nachschlagen konnte. Auch eine Karte ist vorhanden, durch die man die Reiserouten der Figuren problemlos nachvollziehen kann. 
Es handelt sich insgesamt um eine recht komplexe und anspruchsvolle Story und wer auf ein leichtes Lesevergnügen hofft könnte enttäuscht werden.

Auch die Fortsetzung der Reihe "In die Abgründe" besticht bereits wie der Vorläufer durch sein Detailreichtum. Insgesamt entwickelt sich die Geschichte interessant weiter und ich bin gespannt auf den letzten Band. Dennoch hoffe ich, dass es dann weniger langatmige Ausschweifungen geben wird. 


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