Mittwoch, 31. Mai 2017

[Rezension] Und niemand soll dich finden


Fünf Jahre ist es her, dass Amanda Pierce unmittelbar vor ihrer Hochzeit verschwand - und nie mehr auftauchte. Hatte sie plötzlich Angst vor der Ehe bekommen, oder wurde sie Opfer eines Verbrechens?

Laurie Moran, die sich als TV-Journalistin auf ungelöste Kriminalfälle spezialisiert hat, beginnt zu ermitteln - und sticht damit in ein Wespennest: der Bräutigam ist suspekt; ebenso seine jetzige Ehefrau, die ehemals beste Freundin von Amanda; oder auch Amandas Schwester, die getrieben war vor Eifersucht. Immer mehr Verdächtige tauchen auf. Nur Amanda bleibt verschwunden...


Bei diesem Buch handelt es sich um den dritten Band einer Reihe, wobei man die Vorgänger nicht kennen muss, da die Geschichten in sich geschlossen ablaufen.
Die Kapitel sind meiner Meinung nach extrem kurz geraten, oftmals nur zwei bis vier Seiten lang. Dadurch lässt sich die Geschichte allerdings sehr flott und zügig lesen. 
Laurie Moran ist TV-Journalistin und versucht gemeinsam mit ihrem Team ungelöste Kriminalfälle aufzuklären. Nun nimmt sie sich dem Fall von Amanda an, nachdem sie Besuch von deren Mutter hatte. Dabei scheint die Liste der potentiellen Verdächtigen immer länger zu werden. 
In meinen Augen plätschert die Geschichte langsam vor sich hin ohne, das es zu großen Spannungsmomenten oder geballter Action kommt. Laurie nimmt sich alte Videoaufnahmen vor, Familienmitglieder, Bekannte und Freunde von Amanda werden verhört, um langsam ein Bild von dem ganzen Fall zu bekommen. Leider bin ich mit keiner Figur wirklich warm geworden, was wohl auch den sehr kurzen Kapiteln liegt. Ebenso ähneln sich die Namen einiger Charaktere sehr stark, wodurch ich mehrfach durcheinander geraten bin, wer nun eigentlich wer ist. So gibt es z.b. einen Jeff, einen Jeremy und einen Jerry. Das war für mich oftmals ein wenig verwirrend. 
Gegen Ende spitzt die Lage sich dann ein wenig zu, aber wirklich spannend wurde es auch hier nicht. Für mich war es sehr suspekt, dass das Team auf Hinweise stößt, die zuvor sowohl Polizei, als auch FBI und Privatermittlern allesamt entgangen sind. Und sooo schwierig zu entdecken waren die nun auch nicht. Überzeugen konnten mich die Autorinnen hier nicht. Auch die Auflösung ist eher etwas lahm und einfallslos geraten, zumindest war für mich schnell klar, was wirklich passiert war. Ich bin insgesamt leider enttäuscht von dem Buch und hatte viel mehr erhofft. 


"Und niemand wird dich finden" ist für mich eine her durchschnittlicher Thriller, bei dem man die Erwartungen etwas weiter unten ansiedeln sollte. Mich konnten weder die Charaktere noch die Auflösung des Falls bzw. der Weg dahin überzeugen. Daher empfehle ich das Buch nicht weiter. 



Dienstag, 30. Mai 2017

Gemeinsam Lesen #63



"Gemeinsam Lesen" ist eine Aktion von Asaviel, die von Schlunzenbücher weitergeführt wird.




1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du? 

Ich lese aktuell "Die Götterkriege - Die weiße Flamme" von Richard Schwartz und bin auf Seite 296/544.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

>>Santer, habt Ihr der Maestra Mirans Plan erklärt?<<, fragt die Eule mit einem Glitzern in den Augen, der Leandra glauben ließ, dass sie die Antwort bereits wusste.

3. Was willst du unbedingt zu deinem Buch loswerden. (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst)

Bereits der Askir-Reihe war ich total verfallen und mit dieser Reihe ist es das Gleiche. Die Figuren sind allesamt so einzigartig und besonders, dass man sie einfach lieb gewinnen muss und ich war mit Ausnahme von Herr der Ringe oder Harry Potter noch nie so sehr mit den Figuren verbunden. Richard Schwartz hat hier wirklich etwas ganz besonderes geschaffen. 

4. Sparst du einen gewissen Betrag für jedes gelesene Buch, um dir davon neue Bücher zu kaufen? Oder hast du darüber zumindest schon einmal nachgedacht?

Ich habe schon oft bei anderen Bloggern gesehen, dass sie das so handhaben, aber für mich wäre das irgendwie nichts. Meist verkaufe ich Bücher die mir nicht gefallen haben bei Rebuy und kauf mir dann von dem Erlös direkt neue Bücher. Aber gezielt sparen tue ich ehrlich gesagt nicht. 

Montag, 29. Mai 2017

[Rezension] Die Feuer von Anasoma



Nach einem schweren Schicksalsschlag kommt der junge Magier Caldan nach Anasoma, eine der pulsierendsten Städte des mahrusischen Kaiserreiches. Dort hofft er, in die Gilde der Zauberer aufgenommen zu werden und so mehr über den Mord an seinen Eltern zu erfahren. Und über die beiden magischen Ringe, die sie ihm angeblich hinterlassen haben. Doch diese beiden Artefakte sind mächtig und gefährlich. Und schon bald ist Caldans Schicksal eng mit dem des Kaiserreiches verknüpft. 


Aufmerksam geworden bin ich auf das Buch durch das wunderschöne Cover. Der Mann auf dem Berg verkörpert perfekt den Inhalt der Geschichte, dass man einen weiten und beschwerlichen Weg auf sich nehmen muss um sein Ziel zu erreichen, und wirkt auf mich sehr harmonisch. 
Als Leser wird man direkt in die Welt hinein geworfen und erfährt nach und nach mehr über die Menschen und auch die Magie. Hauptfigur ist Caldan, ein junger Mann der in einem Kloster aufgewachsen ist und von die restliche Welt nur durch Erzählungen und Bücher kennt. Caldan ist in meinen Augen ein sehr authentischer Charakter, der mal aufbrausend und harsch sein kann, dann aber auch wieder selbstverliebt und stolz oder sogar einmal eingeschüchtert und verängstigt. 
Neben dem Kloster spielt die Stadt Anasoma eine zentrale Rolle und man lernt die einzelnen Teile dieser Stadt Stück für Stück näher kennen. Anasoma hat seine guten, aber auch seine gefährlichen Viertel, aber am meisten interessiert hat mich die Gilde der Zauberer. Hier taucht man mehr und mehr in die Welt der Magier ein und lernt die unterschiedlichen Begabungen und Hintergründe näher kennen. 
Ähnlich wie bei Harry Potter gibt es auch in dieser Welt ein besonderes Spiel, das wirklich alle mögen, nur ist es nicht Quidditch, sondern Dominion. Das Spiel fasziniert mich total, die komplexen Regeln, der Aufbau und die notwendige Strategie um einen Sieg davon tragen zu können, gefallen mir wirklich sehr. 
Gegen Ende wird das Tempo der Geschichte sehr rasant und die Ereignisse überschlagen sich geradezu. Einige Ereignisse wirkten auf mich dadurch leider etwas überstürzt und ich nicht gänzlich durchdacht. Auch bleiben einige Fragen offen, die hoffentlich in weiteren Bänden geklärt werden. Insgesamt soll "Die Feuer von Anasoma" der Auftakt einer Trilogie sein, daher bleibt zu hoffen, dass die weiteren Bände ebenfalls ins Deutsche übersetzt werden. 


Der Reihenauftakt hat großes Potenzial und kann sich trotz kleinerer Schwächen wirklich sehen lassen. Ich bin gespannt auf den zweiten Teil und hoffe, dass er bald erscheinen wird. Dieses Buch ist ein Muss für alle Fantasy Liebhaber!



Freitag, 26. Mai 2017

Krimi Genre

Hey meine Lieben, 

nachdem ich euch vor einigen Wochen das Genre Fantasy mitsamt seiner Subgenre vorgestellt habe (könnt ihr hier! nachlesen), möchte ich euch heute näheres über das Genre Krimi erzählen. Auch hier gilt Krimi ist nicht gleich Krimi:


Allgemein

Der Hauptfokus bei einem Krimi liegt auf einem Verbrechen, welches von Ermittlern im Verlauf der Geschichte aufgeklärt wird. Am Ende sind hierbei die Täter bekannt und zumeist auch gefasst. Die Hauptfigur wird meistens durch den oder die Ermittler verkörpert und man erhält zudem auch Einblicke in die Fortschritte der Ermittlung.


Regionalkrimi

Regionalkrimis werden oftmals auch als Heimat- oder Lokalkrimis bezeichnet. Wie es der Name bereits verrät spielen diese Sorte Krimis in einer bestimmten Region oder Stadt. Die Schauplätze sind dabei immer reale Orte und werden sehr detailliert beschrieben, wobei Klischees oftmals mit von der Partie sind. Neben der eigentlichen Ermittlungsarbeit stehen auch kulturelle oder historische Bezüge zum Schauplatz mit im Vordergrund. 
Beispiele: Kluftinger-Reihe von Volker Klüpfel & Michael Kobr, Mordswatschn von Stefan Limmer, Weißwurstconnection von Rita Falk


Anwalts-/Gerichtskrimi

Dieses Genre ist tatsächlich fast ausschließlich von amerikanischen oder britischen Autoren vertreten. Warum dem so ist weiß ich leider nicht. Die Handlung dreht sich in erster Linie um ein Gerichtsverfahren oder Anwaltsprozesse. Als Leser wird man in der Regel bis zum Schluss über den Ausgang der Geschichte im Unklaren gelassen. Oftmals gibt es mehrere Hauptfiguren, die zum einen die Angeklagten oder eben die Anwälte oder Richter verkörpern. 
Beispiele: Die Anklage von John Grisham, Die zwölf Geschworenen (Theaterstück) von Reginald Rose


Detektivroman

In Detektivromanen wird die Hauptfigur durch einen Detektiv oder Ermittler dargestellt, der hin und wieder auch mit der Polizei zusammen arbeitet. Typisch für dieses Subgenre ist die Tatsache, dass das Verbrechen bereits direkt zu Beginn stattfindet und danach eher nebensächlich wird. Im Vordergrund steht die Ermittlungsarbeit des Detektivs, das Finden des Täters sowie dessen Motiv. 
Beispiele: Sherlock Holmes von Arthur Conan Doyles, Miss Marple von Agatha Christie


Hardboiled Krimi

Auf deutsch lässt sich dieses Genre am besten als "hartgesottener Krimi" bezeichnen. Hierbei handelt es sich meist um einen männlichen Ermittler, der früher beispielsweise einmal bei der Polizei tätig war. Aus unterschiedlichen Gründen ist ihm inzwischen das Gesetz völlig egal und auch Vorschriften werden ignoriert, wodurch er immer wieder Ärger mit er Polizei hat. Typisch für diese Ermittler ist ein Hang zum Zynismus, Saufereien oder auch Schlägereien. 
Beispiele: Sam Spade von Dashiell Hammett, Philipp Marlowe von Raymond Chandler


Gerichtsmedizinischer Krimi

Bei diesen Krimis sind die Ergebnisse der Gerichtsmedizin wesentlich für die Aufklärung des Falles. Hauptfigur ist hier meist ein Rechtsmediziner, der mit einem Ermittler zusammenarbeitet um die Fälle gemeinsam zu lösen. 
Beispiele: Tote lügen nicht von Kathy Reichs, Kalte Asche von Simon Beckett


Polizeikrimi

Polizisten stellen bei diesem Subgenre die Protagonisten dar und im Vordergrund steht die polizeiliche Ermittlungsarbeit. 
Beispiele: Kommissar Maigret von George Simenon, Im Wald von Nele Neuhaus


Psychokrimi/psychologischer Krimi

Bei dieser Variante steht nicht die Ermittlungsarbeit oder die Aufklärung des Falles im Vordergrund, sondern vielmehr die Psyche des Täters oder auch des Opfers. Dies ist zumindest eine Variante. Bei einem Psychokrimi kann sich aber auch alles auf das Katz-und-Maus-Spiel zwischen Ermittler und Täter konzentrieren. Hier ist der Übergang zu einem Psychothriller oftmals fließend. Im Gegensatz zu einem Psychothriller fehlt es dem Psychokrimi aber an geballter Action. 
Beispiele: Hexenspiel von Manfred Koch, Im Tal des Fuches von Charlotte Link


Tatsächlich gibt es noch ein paar mehr Subgenre, aber ich habe hier die gängigsten für euch heraus gesucht. Mich erstaunt es wie viele es gibt und besonders die Bezeichnung "hardboiled" war für mich komplett neu. Ich hoffe euch hat der kleine Einblick in die Subgenre des Krimi gefallen. 



Alles Liebe
eure

Donnerstag, 25. Mai 2017

Top Ten Thursday




10 Bücher, deren Titel mit einem "K" beginnt

Bei mir ist die Top 10 heute leider nur eine Top 5, mehr Titel mit einem "K" hab ich leider nicht gefunden. ;)

 




Dienstag, 23. Mai 2017

Gemeinsam Lesen #62



"Gemeinsam Lesen" ist eine Aktion von Asaviel, die von Schlunzenbücher weitergeführt wird.




1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du? 

Ich lese aktuell "Die Feuer von Anasoma" von Mitchel Hogan und bin auf Seite 115/719.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Caldan ging den hölzernen Kai entlang und blieb vor einem vertauten Schiff stehen, in das gerade Vorräte und Handelsgüter für die Rückreise zu der Stadt Anasoma geladen wurden.

3. Was willst du unbedingt zu deinem Buch loswerden. (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst)

Ich war mir lange unsicher ob ich mir das Buch wirklich holen soll oder nicht, aber am Ende hat doch die Neugier gesiegt und bislang bin ich hin und weg vom Schreibstil des Autors. Bislang hat man Caldan und Caitlyn näher kennen gelernt und ich frage mich schon, wie deren beider Schicksale sich später kreuzen werden.

4. Wie viele Seiten lest ihr im Durchschnitt in einem Monat?

Bei mir sind es meistens zwischen 3.000 und 4.000 Seiten, selten auch mal um die 5.000. Das kommt immer darauf an wie viel Zeit und Lust ich zum Lesen habe. 

Sonntag, 21. Mai 2017

[Rezension] Du stirbst nicht allein


Vor vier Jahren erschütterte der Mord an der siebenjährigen Megan Purvis ganz London. Die Leiche des Mädchens wurde in einem abgelegenen Waldstück gefunden, auf ihrem nackten Schenkel stand das Wort >>Sorry<<. Zwei Jahre später verschwand Tilly Reid, auch ihre Leiche wurde gezeichnet und im Wald gefunden. Vierzehn Monate danach fand man erneut eine Mädchenleiche. Der Mörder der drei wurde nie gefasst. Und nun ist die kleine Poppy Glover verschwunden...


Von Tammy Cohen habe ich letztes Jahr bereits "Während du stirbst" gelesen und war sofort hin und weg von ihrem Schreibstil und auch der Geschichte selbst. Daher hab ich mich riesig gefreut, als ich ihr neues Buch entdeckt habe und entsprechend hoch waren auch meine Erwartungen.
Die Geschichte ist definitiv nicht ohne und keine leichte Kost. Im Fokus stehen vor allem die Familien und wie sie versuchen nach ihrem unvorstellbaren Verlust, wieder einen "normalen" und geregelten Alltag zu führen. Das war stellenweise sehr emotional zu erleben, denn die entstandene Lücke lässt sich einfach durch nichts füllen und egal wie viel Zeit vergeht, der Schmerz vergeht nie. Das eigene Kind zu verlieren ist wohl das schlimmste, was einem passieren kann und ich möchte mir überhaupt nicht vorstellen, wie sich das anfühlen muss. 
Ungewöhnlich waren für mich die vielen unterschiedlichen Sichtweisen, die Tammy Cohen dem Leser aufzeigt. Man begleitet nicht nur die Ermittler, sondern auch die Opfer oder Journalisten. Dadurch werden viele verschiedene Einblicke aufgezeigt, man kann die einzelnen Personen ergründen und sich intensiv mit ihnen auseinandersetzen. Bei den Figuren möchte ich an dieser Stelle nicht weiter ins Detail gehen, da ich sonst einiges vorgreifen würde.
Die Ermittlungsarbeit war sehr spannend aufgebaut. Es wird in alle Richtungen ermittelt und jeder noch so kleine Hinweis kann entweder entscheidend sein für die Lösung des Falles oder aber sich als Sackgasse entpuppen.
Das Buch enthält keine rasanten Actionszenen oder Verfolgungen, die Spannung verläuft eher unterschwellig. Es gibt zwar immer wieder kleinere Längen, aber dennoch hat mir das Buch wirklich gut gefallen und man konnte gut miträtseln. Am Ende wurde ich dann noch einmal komplett überrascht, da ich nicht mit diesem Ende gerechnet hatte. 


Tammy Cohen hat mich auch mit ihrem zweiten Psychothriller wieder überzeugt und begeistert. Ich liebe ihre Geschichten, ihre Figuren und ihren Schreibstil. Die Geschichte geht unter die Haut und schafft es gleichzeitig nachdenklich zu stimmen. Ich kann dieses Buch von Herzen empfehlen und finde es großartig!!



Samstag, 20. Mai 2017

[Rezension] Die Schatten von London


Der Tag von Rorys Ankunft im altehrwürdigen Internat Wexford ist gleichzeitig der Tag, an dem eine Mordserie beginnt, die ganz London in Atem hält. Jack the Ripper ist zurück, oder vielmehr jemand, der den Serienmörder kopiert. Unter den Augen der an den TV-Bildschirmen mitzitternden Londoner Bevölkerung tötet der Ripper trotz Überwachungskameras und observierenden Hubschraubern weiter - ohne eine Spur zu hinterlassen. Was keiner weiß: Eine Zeugin gibt es - Rory. Die junge Amerikanerin ist die Einzige, die den Mörder gesehen hat. Womöglich auch die Einzige, die ihn sehen kann? Und plötzlich ist der Ripper hinter Rory her...


Ich muss zugeben, dass dieses Buch ein reiner Cover-Kauf war und ich mir den Klappentext zuvor nicht groß durchgelesen hatte. Ich liebe Bücher die in England spielen und die Geschichte rund um Jack the Ripper ist immer wieder aufwühlend, schockierend und faszinierend zugleich. 
Rory kommt aus einem kleinen unscheinbaren Ort im Nirgendwo von Louisana und ist ein ganz normales Mädchen. Während sie sich langsam in den Internatsalltag und London einlebt geschehen jedoch einige Morde, die ihr Leben völlig auf den Kopf stellen. Ich mag Rory's aufgeweckte Art und man hat das Gefühl, sie ist wie ein Wasserfall und niemals still. Ihre Mitbewohnerin Jazza ist mit ihrer ruhigen und besonnen Art der perfekte Gegenpol für Rory. Neben den beiden gibt es noch eine handvoll weiterer Figuren, die für die Geschichte bedeutend sind. Lange im Gedächtnis sind sie mir aber irgendwie nicht geblieben, zumindest die Namen habe ich alle schon wieder vergessen. 
Die ersten 100 Seiten verlaufen noch etwas gemächlicher und genauso wie Rory gewöhnt man sich langsam an das Internat, den Alltag und London selbst. Danach nimmt die Geschichte an Fahrt auf und die Ereignisse überschlagen sich fast. Es wird zunehmend spannender und die Geschichte bekommt eine interessante Wendung. 
Man bekommt zudem Informationen zu Jack the Ripper und wie und wo die Morde damals genau passiert sind. Blutige Details halten sich jedoch in Grenzen. Das Ende war ein ziemlicher Show-Down und hat sich gut in die Geschichte eingefügt. Gleichzeitig macht er neugierig auf den zweiten Band, den ich mir auf jeden Fall zulegen werde. 


Alles in allem ist "Die Schatten von London" ein sehr gelungener Jugendroman, der trotz kleinerer Schwächen sehr lesenswert ist. Das Buch eignet sich für alle, die sich für London und die Morde von Jack the Ripper interessieren und empfehle es gerne weiter. 



Freitag, 19. Mai 2017

[Rezension] Der Prinz der Elfen


Mitten im Wald von Fairfold schläft seit Jahrzehnten ein Elfenprinz in einem gläsernen Sarg. Hazel und ihr Bruder Ben vertrauen ihm all ihre Geheimnisse an. Doch mit sechzehn glaubt Hazel nicht mehr daran, dass der Prinz aufwacht. Bis der Sarg plötzlich leer ist und Hazel sich als Ritter in einem Spiel mit wechselnden Loyalitäten und gefährlicher Liebe beweisen muss...


Meine Meinungen waren wirklich hoch an das Buch und das ist vielleicht auch der Grund warum, weshalb ich nun so enttäuscht bin. Mir fällt es dieses Mal richtig schwer die richtigen Worte für meine Rezension zu finden, denn irgendwie ist mein Kopf total leer. 
Holly Black ist eine Autorin, die ich eigentlich sehr schätze und ihre Werke immer gerne lese. Ich liebe ihre Art mystische Elemente mit Märchen und Folklore zu vermischen. Das ist ihr auch in diesem Buch sehr gut gelungen. Das ist dann aber auch schon fast das einzig gute an dem Buch. 
Bereits der Einstieg in die Geschichte viel mir sehr schwer, denn ich wurde das Gefühl nicht los, dass das Buch für ein jüngeres Publikum geschrieben wurde. In einer der ersten Szenen, einer Partyszene, lernt man Hazel näher kennen und ich war von ihrem Verhalten irritiert und schockiert. Sie wurde mir auch im weiteren Verlauf der Geschichte nie ganz sympathisch, irgendwie konnte ich den ersten Eindruck von ihr nicht los werden. Ihr Bruder Ben wiederum war mir direkt total sympathisch und ich habe ihn sehr gerne, besonders sein musikalisches Talent war interessant für mich. Insgesamt bieten die Charaktere viel Potenzial, welches leider nicht ausgeschöpft wird, ihnen fehlt es einfach an Substanz. Dadurch wirkten sie blass und oberflächlich auf mich und ich habe nie richtig Zugang zur Geschichte gefunden. 
Die Story war zwar nicht uninteressant, fesseln konnte sie mich allerdings auch nicht wirklich. Holly Black verliert sich immer wieder in Ausschweifungen oder Erzählungen der Vergangenheit. Mich persönlich hätte viel mehr interessiert, was im Hier und Jetzt geschieht. Im Grunde wusste man durch den Klappentext schon alles was passieren würde und der Spannungsbogen blieb ziemlich flach.
Die Auflösung war dann auch nicht so herausragend wie ich es mir gewünscht hätte. Insgesamt stellt das Buch einen ganz netten Jugendroman dar, aber meinen Geschmack hat er leider nicht getroffen. 


"Der Prinz der Elfen" hat leider so gar nicht meinen Geschmack getroffen. Es war mir insgesamt zu oberflächlich, zu sprunghaft und mir hat Tiefe gefehlt. Dennoch kann ich verstehen, wieso andere das Buch sehr gut bewerten. Es ist eine nette kleine Geschichte für zwischendurch, aber man sollte keine zu hohe Erwartungen haben.



Donnerstag, 18. Mai 2017

Klappentext Donnerstag #1


Hey meine Lieben, 

die Aktion "Klappentext Donnerstag" wird von Pinkmaibooks veranstaltet. Dabei geht es darum, ein Buch nur anhand des Klappentextes vorzustellen und das Cover bewusst nicht zu zeigen. So werden Äußerlichkeiten außen vor gelassen und er Blick auf den Inhalt gerichtet. 


Worte in meiner Hand
Autor: Guinevere Glasfurd
ISBN: 978-3548613321
Verlag: List Taschenbuch
Seitenzahl: 432
Preis: 9,99€


Helena Jans van der Strom arbeitet als Magd bei einem Buchhändler in Amsterdam. Ein großes Glück für sie, denn sie liest und schreibt und kann ihrer Leidenschaft heimlich nachgehen. Der neue Hausgast ihres Herrn fasziniert sie: Er arbeitet ununterbrochen, und er zieht viele Besucher an. Sie erfährt seinen Namen: René Descartes. Sie ist zu neugierig, um Distanz zu wahren. Und auch Descartes ist schon bald von ihrem Charme und Wissensdurst eingenommen. Sie verlieben sich, was nicht sein darf. Die Geschichte einer Frau, die mehr vom Leben verlangt, als ihre Zeit ihr bereit ist zu geben. 



Und was denkt ihr von dem Klappentext? Kennt ihr das Buch?

Ich habe das Buch schon vor einiger Zeit gelesen und bin damals sehr begeistert gewesen. Helena ist eine sehr starke und beeindruckende Protagonistin und der Schreibstil der Autorin hat mich ebenfalls sehr überzeugt. Ich denke ich werde das Buch demnächst mal wieder rereaden. 


Alles Liebe
eure

Top Ten Thursday




10 Bücher von deiner Wunschliste