Freitag, 26. Juni 2015

[Rezension] Isola

© Quellenangabe:  https://www.arena-verlag.de/



Zwölf Jugendliche, drei Wochen allein auf einer einsamen Insel vor Rio de Janeiro - als Darsteller eines Films, bei dem nur sie allein die Handlung bestimmen. Doch bald schon wird das paradiesische Idyll für jeden von ihnen zu einer ganz persönlichen Hölle. Und am Ende müssen die Jugendlichen erkennen, dass die Lösung tief in ihnen selbst liegt. 




Ich war zunächst sehr gespannt auf das Buch, da ich viele positive Rückmeldungen dazu erhalten habe. Die Autorin war mir bislang unbekannt und somit war es mein erstes Buch von ihr, wohl aber auch zugleich mein Letztes. 
Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Man kommt gut voran und fliegt regelrecht durch die Seiten. Leider jedoch ist der Spannungsaufbau nur sehr langsam gewesen und vieles konnte man auch vorhersehen wodurch die Geschichte mich nicht packen konnte. 
Erzählt wird meistens aus Sicht von Vera. Dabei erzählt sie alles im Nachhinein, wodurch man hier schon weiß, dass sie auf alle Fälle alles überstehen wird. Hier also wieder Spannung weg. Weiter lässt Vera immer wieder Kommentare einfließen, durch die man recht schnell merkt, dass wohl auch weitere Personen alles unbeschadet überstehen, wodurch auch hier wieder einiges an Spannung verloren geht. 
Auch die Figuren selbst haben mich eher enttäuscht. Sämtliche Nebencharaktere verkörpern typische Klischees, weshalb es ihnen an Tiefe fehlt und sie auf mich sehr unglaubwürdig wirkten. So gibt es den harten Muskelprotz mit weichem Kern, oder den verschlossenen Einzelgänger oder eben eine blonde Schönheit. 
Das Ende war dann auch nochmal eine richtig herbe Enttäuschung. Noch konstruierter und unrealistischer hätte man es nun wirklich nicht schreiben können. Die Geschichte hätte so viel Potenzial gehabt, doch leider wurde dieses nicht mal annähernd genutzt.



"Isola" war für mich eine Geschichte ohne Spannung, mit uninteressanten Charakteren und ich bin wirklich sehr enttäuscht. Definitiv nicht lesenswert. 





Mittwoch, 24. Juni 2015

Top Ten Thursday



10 Bücher, die du zuletzt gelesen hast










[Rezension] Jane Eyre

Die Rechte für das Bild liegen beim Verlag.




Das Waisenmädchen Jane Eyre verlebt eine trostlose Kindheit. Als Gouvernante auf Thornfield Hall scheinen endlich glücklichere Tage für sie gekommen zu sein. Sie verliebt sich in den Gutsherren Rochester, und das große Glück ist zum Greifen nah - doch die Mauern des einsamen Landsitzes bergen ein furchtbares Geheimnis.




Nachdem ich zunächst Fan aller Geschichten von Jane Austen geworden bin und auch die Verfilmungen regelrecht verschlungen habe, bin ich irgendwann auch über Filme von Jane Eyre gestolpert. Und ich liebe sie. Daher war es nur eine Frage der Zeit bis ich auch endlich einmal das Buch lese.
Jane Eyre ist eine meiner liebsten Romanheldinnen geworden. Egal wie viel Unglück oder Schmerz ihr widerfährt, sie gibt nie auf, sondern kämpft für ihre Ziele und lässt sich durch einfach nichts unterkriegen. Besonders an Jane gefällt mir, dass sie nicht das typische Bild einer Heldin verkörpert. Sie besticht weder durch Grazie oder Schönheit, sondern durch ihren scharfen Verstand und ihre Intelligenz. 
Im Vergleich zu anderen Büchern dieses Genre wirkt diese fiktive Biografie zeitweise ein bisschen spannungsarm. Dennoch ist das Buch auf gar keinen Fall langweilig. Im Gegenteil, die lebendigen Dialoge und der Blick auf die damalige englische Gesellschaft fesseln genauso, wie es spannungsreiche Handlungen tun würden. Besonders zwischen Jane Eyre und Mr. Rochester kommt es immer wieder zu Gesprächsduellen, bei denen Mr. Rochester mit Sarkasmus nur so um sich wirft, allerdings jedes Mal Jane's Scharfsinn unterliegt.
Besonders gut hat es mir auch gefallen, dass man tolle Einblicke in den Alltag einer Gouvernante bekommt und wie deren Leben wohl ausgesehen hat. Ebenfalls sehr interessant war es auch mitzuerleben wie trostlos und still ein großes herrschaftliches Anwesen sein kann, wenn dessen Besitzer immer unterwegs und seine Bediensteten alleine zurück bleiben. Das verregnete und neblige England, mit seinen prächtigen Herrenhäuser wird sehr detailreich und bildhaft beschrieben, dass ich mich sofort in die damalige Zeit zurück gesetzt gefühlt habe.




"Jane Eyre" ist ein zeitloser Klassiker, der zu Recht seit Jahrhunderten junge und alte Leser aus der ganzen Welt immer wieder aufs Neue begeistert. Es ist eine packende und lesenswerte Geschichte, die man nicht so schnell wieder vergisst.





Freitag, 19. Juni 2015

[Rezension] Die widerspenstige Braut

Die Rechte für das Bild liegen beim Verlag.



Virginia, 1643: Der Tabakfarmer Drew O'Connor sucht eine Frau, die sich um den Haushalt und um seine kleine Schwester kümmern soll. Als ein Schiff aus England mit sogenannten "Tabakbräuten" einläuft - Frauen, die auf ein besseres Leben in Amerika hoffen - wird er fündig. Doch die kratzbürstige Rothaarige stellt Drews Geduld auf eine harte Probe.



Deeanne Gist ist schon länger eine meiner liebsten Autoren in diesem Gerne, weshalb ich mich besonders gefreut habe, dieses Buch zu lesen. 
Zunächst ist mir leider aufgefallen, dass Klappentext und Inhalt nicht ganz übereinstimmen und das hat mich doch etwas gestört, obwohl das Buch selbst wirklich super war. Im Klappentext ist die Rede von Frauen, die auf ein besseres Leben hoffen. Das bewirkt auf mich den Eindruck sie würden freiwillig nach Amerika auswandern. Das ist aber nicht richtig. Bei diesen Frauen handelt es sich um verurteilte Verbrecherinnen, die nach Amerika verbannt/verkauft wurden. Somit gehen sie mit anderen Lebensumständen dort hin, als reiche Damen, die für eine solche Überfahrt bezahlen.
Hauptfiguren der Geschichte sind zum einen Drew O'Conner und Constance. Drew's Lebensgeschichte hat mich sehr berührt. Er ist Tabakfarmer und hat allein deswegen schon kein einfaches oder sorgenfreies Leben. Zusätzlich muss er noch mit so einigen Schicksalsschlägen kämpfen, bei denen er geliebte Menschen verloren hat. Daher kämpft er auch sehr gegen seine Gefühle für Constance an, aus Angst er könnte auch sie verlieren. 
Doch er hat seine Rechnung ohne Constance gemacht. Sie lässt sich von ihrem "Master" nicht so schnell beeindrucken und bietet ihm mehr als einmal Paroli. Auch lässt sie sich nicht einfach beiseite drängen oder gar ignorieren. Constance gefällt mir wirklich ausgesprochen gut und es war wunderschön mit anzusehen, wie sie sich nach anfänglichem Kulturschock mehr und mehr an ihre neuen Lebensumstände gewöhnt und diese auch lieben lernt. 
Aber nicht nur die Figuren, sondern auch der Schreibstil der Autorin haben es mir angetan. Die Charaktere sind authentisch und lebendig, die Handlungen spannend und teils sehr amüsant geschrieben. Da kann einem gar nicht langweilig werden und man fliegt nur so durch die Seiten. 
Am Ende des Buches findet sich noch eine Anmerkung von Deeanne Gist, in der sie genau erklärt welche Ereignisse aus dem Buch auf historische Fakten basieren. So lässt sie beispielsweise durchaus auch Zitate, Tagebucheinträge oder Zeitungsartikel, die es wirklich gibt, mit in ihre Geschichte einfließen. 


Bei "Die widerspenstige Braut" handelt es sich um eine locker, leichte Lektüre, die besonders bei Fans historischer Liebesromane voll punkten kann. 




Donnerstag, 18. Juni 2015

Top Ten Thursday



10 Bücher aus dem Fantasy Genre



   

              





Mittwoch, 17. Juni 2015

[Rezension] Das Lied der Dunkelheit

© heyne-verlag.de | 2015




"Weit ist die Welt - und dunkel..."

...und in der Dunkelheit lauert die Gefahr. Das muss der junge Arlen auf bittere Weise selbst erfahren. Schon seit Jahrhunderten haben Dämonen, die sich des Nachts aus den Schatten erheben, die Menschheit zurück gedrängt. Das einzige Mittel, mit dem die Menschen ihre Angriffe abwehren können, sind die magischen Siegel. 
Als Arlens Mutter bei einem Dämonenangriff ums Leben kommt und sein Vater nur tatenlos zusieht, flieht der Junge aus seinem Heimatdorf - auf der Suche nach Menschen, die den Mut noch nicht aufgegeben und das Geheimnis um die alten Bannzeichen noch nicht vergessen haben...





Ich finde es wirklich schwer meine Meinung zu diesem Buch in Worte zu fassen. Irgendwie hat mir das Buch unglaublich gut gefallen und dann aber auch nicht. Dieser erste Band der Reihe ist mit ca. 800 Seiten doch recht umfangreich. Da mag es vielleicht auch schockieren, dass sich die ersten 500 Seiten hauptsächlich mit der Vorstellung unserer drei Hauptcharaktere beschäftigen. 
Da wäre zunächst einmal Arlen, über den man ja bereits im Klappentext liest. Er hat schwere Zeiten hinter sich und die haben deutlich ihre Spuren hinterlassen. Arlen macht meiner Meinung nach die größte Entwicklung der drei Charaktere, denn im Laufe der Jahre wird er zu einem starken Kämpfer, mit einem festen Ziel vor Augen. Dennoch wirkte er nicht sehr glaubwürdig auf mich, denn der Grund warum er zu einem Kämpfer wird ist in meinen Augen überhaupt nicht logisch oder gut durchdacht. Denn, was er entdeckt hätten in den letzten 300 Jahren vor ihm auch andere Leute entdecken können, meiner Meinung nach.
Leesha ist die zweite und zugleich einzig weibliche Hauptfigur. Mit ihr wurde ich irgendwie nicht richtig warm und teilweise musste ich einfach nur den Kopf schütteln. Ihr Verhalten ist sehr häufig extrem unlogisch, so wird ihr beispielsweise seitens einiger Männer Gewalt angetan und nur einige Seiten später wirft sie sich an den nächsten Kerl ran um mit ihm ein Kind zu machen. Da frag ich mich wirklich was in ihrem Kopf vorgehen mag, denn welche Frau würde bitte so handeln? Abgesehen von ihrem unverständlichen Verhalten ist Leesha allerdings ein sehr interessanter Charakter, der auch tolle Einblicke in die Arbeit einer Kräutersammlerin liefert.
Dritter und somit letzter Hauptcharakter ist Rojer, der gerne Jongleur werden möchte. Auch Rojer finde ich in seiner Darstellung recht interessant, wurde aber nicht warm mit ihm. Viel kann ich nicht über ihn sagen, denn neben Arlen und Leesha ist er in den Handlungen etwas untergegangen und konnte nicht mit den Beiden mithalten. 
Diese drei Figuren lernen wir nun in den ersten 500 Seiten kennen und somit bleibt nicht mehr wirklich viel Platz für eine packende Story. Versteht mich nicht falsch, die Geschichte war wirklich interessant und ich bin auch sehr neugierig wie es weiter geht, aber wer auf viel Spannung und Action hofft wird enttäuscht werden. 
So gibt es z.b. auch immer wieder Dämonenangriffe auf die unterschiedlichsten Dörfer, allerdings werden diese immer langweiliger. Alle Angriffe der Kreaturen laufen nach dem gleichen Schema ab und dadurch ging hier für mich einiges an Spannung verloren. 
Trotz einiger Schwächen hat mich das Buch sehr gut unterhalten und auch überzeugt. Ich werde definitiv auch den zweiten Band "Das Flüstern der Nacht" lesen und hoffe, dass Rojer dann mehr in den Vordergrund rückt und Leesha sich weiter entwickelt. Auch bin ich gespannt wie es im nächsten Band mit den dreien weiter geht und hoffe, dass dort dann auch ein paar offene Fragen geklärt werden.



"Das Lied der Dunkelheit" ist ein recht gelungener Debüt-Roman, der definitiv neugierig auf mehr macht. Ich würde ihn allen High Fantasy Liebhabern ans Herz legen, denn trotz seiner Schwächen habe ich mich auf den 800 Seiten nie gelangweilt sondern gut unterhalten gefühlt.

Vielen Dank an Heyne für das Rezensionsexemplar!
Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Heyne und enthält Werbung für "Das Lied der Dunkelheit" von Peter V. Brett.

Samstag, 13. Juni 2015

[Neuzugänge] oder Kaufsucht?? ;)

Hallo meine Lieben, 

also eigentlich wollte mein Partner nur ein Pc-Spiel bei rebuy kaufen. Tja und irgendwie, keine Ahnung wie es passiert ist, sind ein paar andere Sachen mit im Warenkorb gelandet. Tja und hier sind nun meine neuen Schätze:





Zwölf Jugendliche. Eine einsame Insel. Drei Dinge, die sie mitnehmen dürfen. Und unzählige Kameras die sie beobachten...

Zwölf Jugendliche, drei Wochen allein auf einer einsamen Insel vor Rio de Janeiro - als Darsteller eines Films, bei dem nur sie allein die Handlung bestimmen. Doch bald schon wird das paradiesische Idyll für jeden von ihnen zu einer ganz persönlichen Hölle. Und am Ende müssen die Jugendlichen erkennen, dass die Lösung tief in ihnen selbst liegt. 



Isola habe ich vor einiger Zeit bei irgendeiner Bloggeraktion (mir ist leider entfallen bei welcher :D ) entdeckt. Das Cover hat mich unglaublich neugierig gemacht und der Klappentext klingt auch ganz nach meinem Geschmack. 


>>Das Wichtigste für den Magier ist sein Wissen. Ohne Wissen ist seine Stärke nutzlos.<< Der Blick des Magiers wanderte zu Sonea hinüber. >>Selbst wenn seine Talente sich aus eigenem Antrieb entwickeln, wird er schon bald den Tod finden, wenn er nicht das Wissen erwirbt, wie er seine Kräfte kontrollieren kann.<<

Sonea wird als Novizin in die Gilde der Magier aufgenommen - ein Privileg, das sonst nur Adligen zuteil wird. Aber bald schon findet sie sich im Zentrum einer gefährlichen Verschwörung wieder: Akkarin, der Oberste Lord der Gilde, hütet ein düsteres Geheimnis, das Sonea vor eine schicksalhafte Wahl stellt...


"Die Rebellin" habe ich bereits gelesen, nachdem ich sie bei der lieben Henny gewonnen hatte. Und ich liebe den Auftakt dieser Reihe und bin schon mega neugierig wie es weiter gehen wird. 


>>Unterrichtet mich und benutzt mich als Kraftquelle. Ich werde keine schwarze Magie anwenden, es sei denn, mir bliebe nichts anderes übrig.<< Er starrte sie kalt an. >>Weißt du, welche Straf auf das Studium der Anwendung von schwarzer Magie steht?<< Sie zögerte, schüttelte dann den Kopf. >>Die Hinrichtung.<<

Sonea hat viel gelernt, seit sie von der Magiergilde aufgenommen wurde. Doch es gibt einiges, das sie lieber nie erfahren hätte - die Dinge, die sie in dem unterirdischen Gewölbe des geheimnisvollen Akkarin erblickt hat. Sonea fürchtet, dass seine Zuneigung nur ein hinterlistiges Spiel sein könnte...


Nachdem der zweite Band bei mir einziehen durfte und ich stark bezweifel, dass er mich enttäuschen wird, hat auch auch Band drei kurzerhand ein Zuhause bei mir bekommen ;)



Ein magisches Beben erschüttert die Küsten der Karibik. In den Piratenhäfen werden Kinder mit einem besonderen Talent geboren: Sie können über Wasser gehen.
Vierzehn Jahre später glaubt Jolly, dass außer ihr keine Wellenläufer mehr leben. Bis sie Munk begegnet. Auch er geht auf dem Meer - und kann aus Muscheln einen uralten Zauber wirken. Beide erwartet ein finsteres Schicksal: Mitten im Atlantik dreht sich ein gewaltiger Mahlstrom, dessen Boten Verderben über die Inseln bringen - und Jagd auf die Wellenläufer machen. Nur Jolly und Munk können den Strudel zwischen den Welten schließen. Aber der Weg dorthin ist lang, gefahrvoll und wird ihre Freundschaft auf eine harte Probe stellen.


Bei diesem Buch hat mich das Cover sofort in seinen Bann gezogen. Die Schrift, die Muscheln, einfach alles ist extrem stimmig und passt perfekt zum Inhalt. Ich habe bisher nur positive Bewertungen (meist volle Punktzahl) gesehen und bin wirklich neugierig, denn ich liebe das Meer und werde mich wahrscheinlich rein örtlich pudelwohl in der Geschichte fühlen. 


Ein fesselndes Fantasy-Abenteuer im ewigen Eis

Ein verschneiter Gasthof im hohen Norden: Havald, ein Krieger aus dem Reich Letasan, kehrt in dem abgeschiedenen Wirtshaus >>Zum Hammerkopf<< ein. Auch die undurchsichtige Magierin Leandra verschlägt es hierher. Die beiden ahnen nicht, dass sich unter dem Gasthof uralte Kraftlinien kreuzen. Als der eisige Winter das Gebäude vollständig von der Außenwelt abschneidet, bricht Entsetzen aus: Ein blutiger Mord deutet darauf hin, dass im Verborgenen eine Bestie lauert. Doch wem können Havald und Leandra trauen? Die Spuren führen in das sagenhafte untergegangene Reiche Askir...


"Das erste Horn - Das Geheimnis von Askir 1" stellt den Auftakt der Reihe dar und stand schon seeeehr lange auf meiner Wunschliste. Neugierig auf das Buch bin ich durch meinen besten Freund geworden, der extrem begeistert von dieser Reihe ist. Zudem bin ich bekennender Fantasy-Fan. Daher musste das Buch nun endlich bei mir einziehen. 


DAS SYSTEM SAGT, WEN DU LIEBEN SOLLST - ABER WAS SAGT DEIN HERZ?

Stell dir vor, du lebst in einer Welt, die ein absolut sicheres Leben garantiert. Doch dafür musst du dich den Gesetzen des Systems beugen: den Menschen lieben, der für dich ausgewählt wird. 


Was würdest du tun? 
Für die wahre Liebe dein Leben risikieren?



"Die Auswahl" klingt soooo spannend und stand ebenfalls schon länger auf meiner Wunschliste. Auch das Cover ist wieder umwerfend schön *träum* Ich freue mich schon sehr auf das Buch!1


Und wie sieht es bei euch aus? Habt ihr selbst schon ein paar der Bücher gelesen? Wie haben sie euch gefallen?

Liebe Grüße
eure

Freitag, 12. Juni 2015

[Rezension] Eine Braut auf Bestellung

Die Rechte für das Bild liegen beim Verlag.




Seattle um das Jahr 1860: Es gibt zwar zahlreiche Wälder, aber nur wenige heiratsfähige Frauen. Doch nur ein verheirateter Mann hat Anspruch auf ein großes Stück Land. Der Witwer Joe Denton muss daher befürchten, dass man ihm sein Land wieder entzieht. Deshalb beschließt er, eine Braut zu kaufen. Und zwar eine der Frauen, die ein neues Leben im Westen beginnen wollen. 
Auch Anna Ivey hat sich dem Treck nach Westen angeschlossen, um den Auswirkungen des Bürgerkrieges zu entkommen. Allerdings nur als Köchin, nicht als Braut. Als man sie Joe übergibt, weigert sie sich daher standhaft, den Fremden zu heiraten. Wird es Joe gelingen, die dickköpfige, attraktive junge Frau umzustimmen? Ihm bleiben nur wenige Monate, bevor ihm sein Land entzogen wird...


Deeanne Gist ist schon lange eine meiner Lieblingsautorinnen in diesem Genre und so habe ich mich sehr auf das Buch gefreut. Neben spannender Unterhaltung, sowie historischer Fakten kommt auch die Liebe nie zu kurz in ihren Bücher und genau diese Mischung ist einfach grandios. Außer historischer Fakten finden wir in dem Buch allerdings auch einen Brief aus dem Bürgerkrieg, sowie authentische Zeitungsartikel. Auch den gerissen Geschäftsmann, welcher die Bräute überführt hat, gab es wirklich und so beruhen einige Aspekte seiner Figur, auf wahren Tatsachen und einer realen Person. 
Hauptfiguren der Gesichte sind Joe Denton und Anna Ivey. 
Joe, ein Holzfäller, ist Witwer und hat mir das ein oder andere Mal wirklich leid getan. Zunächst hoch erfreut über Anna's Eintreffen wird die Freude schnell getrübt, als er erfährt, dass sie nur für ihn arbeiten, ihn aber nicht heiraten möchte. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt und es war wirklich schön mitzuerleben wie sehr Joe sich um Anna's Gunst bemüht. 
Anna wiederum ist eine Frau, die es im Leben alles andere als leicht hatte und sich von ihrer Reise nach Seattle einen Neuanfang erhofft. Die ungewöhnliche Situation zwischen ihr und Joe machen den Alltag nicht immer leicht. Anna habe ich ebenso wie Joe sofort in mein Herz geschlossen, mit ihnen gelitten, mich mit ihnen gefreut und das ein oder andere Mal hätte ich beide auch zu gerne durchgeschüttelt.
Nebenfiguren gibt es nicht sehr viele, da der Fokus hauptsächlich auf den Beiden und Joe's Angestellten liegt. Die Jungs habe ich auch unheimlich gern, denn sie sind immer für einen Spaß gut und es war sehr lustig zu sehen, wie sehr man Männer mit einer Extraportion Kuchen zum arbeiten animieren kann. ;)
Der Schreibstil von Deeanne Gist ist flüssig und leicht zu lesen. Sehr detailliert beschreibt sie Landschaften und Örtlichkeiten, wodurch ich mich sofort ins Seattle 1860 hineinversetzt gefühlt habe. Neben bildhaften Beschreibungen bietet die Autorin auch in diesem Buch wieder eine Menge Humor und einen guten Schuss Romantik. Diese Mischung sorgt nicht nur für einige Lacher und lustige Momente, sondern auch für eine knisternde Spannung zwischen den beiden Hauptfiguren. So wird die Geschichte nie langweilig und am Ende war ich wirklich verblüfft, wie schnell ich mit dem Buch fertig war. Ich hätte noch stundenlang weiter lesen und Joe und Anna miterleben können. 


Mit "Eine Braut auf Bestellung" bietet uns Deeanne Gist einen wunderschön geschriebenen Liebesroman, gepaart mit viel Witz, der einige schöne Lesestunden bereit hält. Für Genre Fans ein absolutes Muss!!