Freitag, 15. Dezember 2017

[Rezension] Der Weihnachtswald


Wie jedes Jahr an Weihnachten macht sich die alleinstehende Anwältin Eva auf den Weg zu ihrer Großmutter Anna. Das stattliche Anwesen der Familie, umringt von einem Garten mit einem Wald aus Tannenbäumen, ruft viele Erinnerungen hervor. Hier wuchs Eva auf, nachdem ihre Eltern bei einem Unfall ums Leben gekommen waren. Im Haus trifft sie nicht nur auf ihren Jugendfreund Philipp, sondern auch auf das Waisenmädchen Antoine. Während draußen ein Schneesturm tobt, verschwindet das Kind plötzlich spurlos. Auf der gefährlichen Suche nach Antonie landen Eva und Philipp unversehens in der Vergangenheit.


Das Buch ist mir durch das wundervolle Cover ins Auge gesprungen. Die Atmosphäre wirkt ruhig und weihnachtlich bzw. winterlich auf mich und gleichzeitig macht mich das Anwesen im Hintergrund sofort neugierig. 

Das kleine Mädchen Antoine habe ich vom ersten Augenblick in mein Herz geschlossen und hätte sie am liebsten direkt in den Arm genommen und an Weihnachten ebenfalls zu mir eingeladen, so wie Anna es schließlich getan hat. 
Anna und auch Philipp sind zwei sehr liebenswürdige Protagonisten und auch sie waren mir sofort sympathisch. 
Lediglich mit Eva hatte ich so meine Probleme. Sie wirkt zunächst recht kalt und arrogant auf mich und warum sie Kinder dermaßen hasst habe ich anfangs auch nicht verstanden. Eigentlich tue ich es jetzt immer noch nicht so ganz. Im Verlauf der Geschichte entwickelt sie sich zwar weiter und ändert ihre Einstellung, allerdings ging mir das alles viel zu schnell und plötzlich, wodurch es sehr unrealistisch auf mich wirkt. 

Den Zeitsprung in die Vergangenheit fand ich gut geschrieben und es war spannend Eva's Großmutter in jungen Jahren erleben zu können. 
Insgesamt verläuft mir die Geschichte leider zu monoton und nur am Ende passiert dann noch ein wenig mehr. Auch konnte ich die meisten Handlungen der Figuren vorhersehen, wodurch es keine Spannung mehr gab und das Buch mich nicht gefesselt hat. Bei den langatmigen Passagen musste ich mich regelrecht zum weiterlesen zwingen und Weihnachtsstimmung kam dabei so gar keine auf. Echt schade. 

"Der Weihnachtswald" hält in meinen Augen nicht ganz was er verspricht, da die Liebesgeschichte sehr platt verläuft und auch die Zeitreise nicht sonderlich spannend dargestellt wird. Die Story verläuft zu eintönig und glatt und plätschert oftmals vor sich hin ohne aufregende oder spannende Momente zu liefern. Für zwischendurch ganz nett, mehr dann allerdings auch nicht. 


1 Kommentar:

  1. Hallöchen Bettina,

    vielen Dank für deine Rezension.
    Das Buch ist mir wegen dem Cover schon mehrfach aufgefallen, aber es scheint ja ganz gut zu sein, dass ich es mir bisher nicht geholt habe.

    Liebe Grüße
    Charleen

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